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Hanau – Tierquäler durch Schuss von Polizei schwer verletzt

Hanau – Tierquäler durch Schuss von Polizei schwer verletzt

14.01.2026 | 08:53

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Hanau – Tierquäler durch Schuss von Polizei schwer verletzt

Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock)

Am Montagabend, 12.01.2026, kam es in Maintal-Wachenbuchen (HE) zu einem Schusswaffengebrauch durch die Polizei. Ein 38-jähriger Mann bedrohte zuvor mehrere Personen mit einem Messer und hatte offenbar Hundewelpen aus dem Fenster geworfen. Der Mann wurde lebensbedrohlich verletzt.

Am 12.01.2026 gegen 20:25 Uhr kam es während eines Polizeieinsatzes im Maintaler Ortsteil Wachenbuchen zu einem Schusswaffengebrauch durch eingesetzte Polizeibeamte, bei dem ein 38-jähriger Mann schwer verletzt wurde.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war die Polizei bereits am Montagnachmittag in Amtshilfe für das zuständige Veterinäramt an der Wohnanschrift des Mannes in Hanau im Einsatz.
Hintergrund war ein Hinweis wegen des Verdachts der Tierwohlgefährdung, da der Mann mehrere Hundewelpen mutmaßlich nicht tiergerecht gehalten haben soll.
Bei der anschließenden Kontrolle soll es zu einer Bedrohung mit einem stockähnlichen Gegenstand gegen die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte und weitere Personen gekommen sein, weshalb der gemeinsame Einsatz zunächst abgebrochen wurde.
Am Abend meldete eine Zeugin, dass der 38-Jährige mehrere Hundewelpen aus dem Fenster seiner Wohnung werfen würde.
Die daraufhin entsandten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stellten Rauch fest, der aus der Wohnung des Mannes kam. In einem Ofen hatte er offenbar Kunststoffmaterial verbrannt und die Wohnung anschließend zu Fuß verlassen. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahr umgehend.
Der mit einem Messer bewaffnete Mann soll anschließend durch Hanau-Mittelbuchen gegangen sein und auf seinem Weg zunächst einen Mann und später eine Frau bedroht haben. Dabei soll er mit dem Messer mehrere Schwing- und Stichbewegungen in Richtung der Passanten ausgeführt haben.
Gegen den 38-Jährigen wurden daraufhin Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Bedrohung, der Brandstiftung sowie des versuchten Totschlags eingeleitet.
Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnten Polizeibeamte den Mann schließlich im Bereich der Bachstraße / „Alt Wachenbuchen“ in Maintal feststellen und ansprechen. Der Mann, der sich mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, reagierte hierauf nicht.
Daraufhin wurde ein Diensthund eingesetzt, der den Mann biss. Der 38-Jährige stach in der Folge auf den Diensthund ein.
Aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation wurden anschließend ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) sowie ein Teleskopschlagstock eingesetzt.
Zudem machten die eingesetzten Polizeibeamten von der Schusswaffe Gebrauch. Der Mann wurde hierbei im Schulterbereich getroffen. Anschließend soll er sich mit dem mitgeführten Messer selbst verletzt haben.
Einsatzkräfte leisteten umgehend Erste Hilfe. Der Mann wird derzeit intensivmedizinisch in einem Krankenhaus behandelt, sein Zustand ist weiterhin lebensbedrohlich. Andere Personen wurden nicht verletzt.
Die genauen Hintergründe der Tat sowie der Ablauf des Einsatzes werden derzeit durch die Staatsanwaltschaft Hanau und das Hessische Landeskriminalamt ermittelt. Die gesicherten Spuren werden im kriminaltechnischen und kriminalwissenschaftlichen Institut des HLKA untersucht und ausgewertet.

Zeugenaufruf

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0611/83-8300 beim Hessischen Landeskriminalamt zu melden. Hinweise können auch per E-Mail an hinweise-kapitaldelikte.hlka@polizei.hessen.de übermittelt werden.

Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Südosthessen

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